Jörg Lornsen (1983) translates his concentrated observations into the field of fine art. In his studio, he creates colourful worlds from nothing, using bold colours. His aim is to generate the “true and authentic image” in his role as a “reporter of the present,” as he describes himself.
In doing so, Jörg Lornsen puts the recording of optical impressions, and the act of observation itself, to the test. For some time now, the artist has incorporated the associated thought processes into his iconic signature. “Seeing that sees itself” has been elevated to a symbol and, as a distinctive sign, has become an integral part of his artworks.
Jörg Lornsen studied education and sociology. Even before the age of ten, he was already immersed in illustrated art books, which can certainly be considered a foundation for his development as a self-taught artist. His earliest works as a freelance artist were created in 2016. Alongside art, music also plays an important role in his life.
Jörg Lornsen describes the significance and power of his vibrating lines in relation to the portfolio Lebenslinien in his own words:
“The portfolio title, Lebenslinien, helps me to clarify which inner energetic movements, like lines drawn within me, lead me to inner and outer stations and places, so that I can recognize a connection with them. The reality of life appears to me like a numinous, vibrating network into which human beings are placed and, in the course of spiritual development, have the opportunity to become aware again of the beginnings of their own lifelines, which lie hidden in the depths of their minds.”
The works that Jörg Lornsen calls “Silent” have one thing in common: the artist uses colors without mixing them on the palette during the creative process. The result of this approach is a powerful emphasis on what is essential: the true image. Everyone is invited to focus on their own way of seeing.
Similar to the image category “Vibrating Lines,” the compositions in “Silent Eye Style” are built from a continuously expanding framework of lines. On closer inspection, these lines reveal themselves as a seemingly endless series of hearts that form people, animals, or objects. Some of the heart shapes created in this way contain a painted eye.
“True and False Details” are fragments derived from existing works of art. The artist examines an existing work step by step, centimeter by centimeter, gradually narrowing his focus until the ideal detail is found. From these selected details, puzzle pieces are created.
At the end of this process, the original work disappears-what remains is the true image.
Under the heading “Bloomers,” Jörg Lornsen brings together a group of beings that emerge from the present and bloom in the here and now. The character “Bella Blue” plays a special role in this cosmos. The figure depicts a stylized blue mare whose body is adorned with numerous red hearts. “Bella Blue” is the leader of the “Bloomers” and an ambassador of love.
“Bella Blue” calls on us to love ourselves and to place love above all else. In this world, “Bretterer,” “Smilo,” “Roberta,” and “Schutzpatron” are also brought to life by the artist.
Similar to the “Bloomers,” the “Fluffels” are a group of colorful creatures with large heads and long legs that emerge from Jörg Lornsen’s universe. They first appeared in 2024 in the work Temple in the Twilight. Since 2025, the artist has dedicated a separate category of works to them.
The containers are like glacier tongues or terminal moraines, pushing the debris of hidden layers of knowledge.” – Jörg Lornsen
If you look up the meaning of the word “container,” you will find that it generally refers to a large receptacle. In fact, Jörg Lornsen has so far worked exclusively in large formats for this group of works. The painting Container Ill depicts a “prison.” The spirit is trapped within the body, an imprisonment that begins with our first breath of existence. Yet the artist remains hopeful: escape is possible if we reflect on ourselves.
Jörg Lornsen (*1983) nimmt am weltlichen Geschehen teil und transferiert seine konzentrierten Beobachtungen in den Bereich der Bildenden Kunst.
Im Atelier schafft er aus dem Nichts heraus mit kräftigen Farben bunte Welten. Das Ziel: Der Menschheit als „Berichterstatter des Jetzt“, wie er sich selbst bezeichnet, ein wahres und unverfälschtes Bild zu präsentieren.
Dabei wird das Aufnehmen optischer Eindrücke, das Beobachten, von Jörg Lornsen auf den Prüfstein gestellt. Seit geraumer Zeit berücksichtigt der Künstler die damit verbundenen Gedankengänge in seiner ikonischen Signatur. „Das Sehen, das sich selbst ansieht“ wird zum Symbol erhoben und als unverwechselbares Zeichen integrativer Teil der Kunstwerke.
Jörg Lornsen absolvierte ein Studium der Pädagogik und Soziologie. Bereits vor seinem zehnten Lebensjahr blätterte er in Bildbänden mit Kunstwerken, was sicherlich als Fundament seiner Entwicklung zum autodidaktisch arbeitenden Künstler zu betrachten ist. Seine früheste Arbeit als freischaffender Künstler entstand im Jahre 2016. Neben der Bildenden Kunst spielt auch die Musik eine bedeutende Rolle im Leben von Jörg Lornsen.
Die Bedeutung und Kraft, die seinen vibrierenden Linien zukommt, beschreibt Jörg Lornsen in Bezug auf das geschaffene Portfolio Lebenslinien mit folgenden Worten:
„Der Portfoliotitel Lebenslinien hilft mir dabei zu verdeutlichen, welche inneren energetischen Bewegungen wie in mir gezogene Linien, mich zu inneren und äußeren Stationen und Orten führen, so dass ich erst eine Verbindung mit ihnen erkennen kann.
Die Wirklichkeit des Lebens erscheint mir wie ein numinoses, vibrierendes Netzwerk, in das der Mensch, noch sehr unwissend darüber, gesetzt wird und im Laufe seiner geistigen Entwicklung die Chance hat, sich wieder über die Anfänge seiner Lebenslinien bewusst zu werden, die in den Tiefen seines Wesens verborgen liegen.“
Arbeiten, die Jörg Lornsen in die Bildkategorie Silent einordnet, haben eine Gemeinsamkeit: Der Künstler verwendet die Farben ohne sie im Gestaltungsprozess auf der Palette zu mischen. Das Resultat dieser Vorgehensweise ist eine kraftvolle Betonung des Wesentlichen: Des wahren Bildes. Jeder ist dazu eingeladen, sich auf das eigene Sehen zu fokussieren.
Die meisten der bisher im Silent Eye Style geschaffenen Arbeiten des Künstlers Jörg Lornsen stammen aus dem Jahr 2019. Ähnlich wie bei der Bildkategorie „Vibrierende Linien“, wird die Komposition aus einem stetig wachsenden Liniengerüst aufgebaut.
Betrachtet man diesen scheinbaren Faden genauer, kann man erahnen, dass es sich um eine nicht abreißen wollende Aneinanderreihung von Herzen handelt, die Personen, Tiere oder Gegenstände formt. Einige der so entstandenen Herzformen werden mit einem gemalten Auge gefüllt.
True and False Details sind Versatzstücke. Auf Grundlage eines bestehenden Kunstwerks, welches Schritt für Schritt, Zentimeter für Zentimeter durch den Künstler in Augenschein genommen und immer weiter verkleinert wird, bis der ideale Ausschnitt gefunden ist, entstehen Puzzleteile. Am Ende dieses Prozesses ist das ursprüngliche Werk verloren – was bleibt sind wahren Bilder.
Unter der Überschrift „Bloomers“ versammelt Jörg Lornsen eine Gruppe von Wesen, die dem Jetzt entspringen und im Jetzt blühen. Eine besondere Rolle spielt in diesem Kosmos die Figur „Bella Blue“. Eine stilisierte blaue Stute, deren Körper von einer Vielzahl roter Herzen geschmückt wird. Sie ist die Anführerin der „Bloomers“ und Botschafterin der Liebe, wenn die Welt rund um „Bretterer“, „Smilo“, „Roberta“ und „Schutzpatron“ durch den Künstler zum Leben erweckt wird. Dabei ruft „Bella Blue“ dazu auf, sich selbst zu lieben und Liebe über alles zu stellen.
Ähnlich wie die „Bloomers“ handelt es sich bei den „Fluffels“ um eine Gruppe bunter
Wesen mit großen Köpfen und langen Beinen, die dem Kosmos des Jörg Lornsen
entspringen. Zum ersten Mal treten sie 2024 in der Arbeit Temple in the twilight in
Erscheinung – dezent angedeutet befinden sie sich als grüne Gewächse im Hintergrund des Tempels. Seit 2025 widmet ihnen der Künstler eine eigene Bildkategorie.
„Die Container sind wie Gletscherzungen oder Endmoränen, die den Schutt verborgener Erkenntnisschichten vor sich herschieben.“ Jörg Lornsen
Begibt man sich auf die Suche nach einem Synonym für das Wort Container, stößt man auf den Begriff Großbehälter. Tatsächlich arbeitet Jörg Lornsen bei dieser Werkgruppe bisher ausschließlich großformatig. Im Falle des Gemäldes Container III handelt es sich um ein „Gefängnis“. Der Geist ist im Körper gefangen – eine Gefangenschaft, die mit dem ersten Atemzug unseres irdischen Daseins beginnt. Doch der Künstler ist hoffnungsvoll: Das Entfliehen könne gelingen, sofern wir uns auf uns selbst besinnen.
Jörg Lornsen
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